Ich sehe was, was Du nicht siehst…

…und das bist DU!!!

Ich sehe Dich…

… im Urlaub mit der Ehefrau
… beim Shoppen auf Pump
… im Freibad in Leipzig
… mal wieder mit 40 km/h zu schnell
… beim Surfen auf Schmuddelseiten
… nach der Verdauung
… in den beliebtesten deutschen Seebädern
… oben ohne am Strand
… bei der Arbeit
… mit zu viel Cholesterin!

Webcams sind doch wirklich was Tolles! Totaaaal spannende Bilder. Stelle Dir nur einfach einmal 10 Minuten vor, wo es Dich gestern, in der letzten Woche oder im letzten Jahr getroffen haben könnte!

Und es hat Dich getroffen, mit Sicherheit.

In diesem Sinne:

Gefühlte (Un)Sicherheit – Sind wir in Leipzig noch sicher?

Podiumsdiskussion zum Verhältnis von subjektivem (Un-)Sicherheitsempfinden und kriminalitätsstatistischer Realität

Diskussion mit Prof. Dr. Kurt Mühler (Soziologie, Universität Leipzig), Horst Wawrzynski (Polizeipräsident Leipzig), Robert Dobschütz (Leipziger Internet Zeitung), N.N. (LVZ)

Moderation: Norman Volger (Ordnungspolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

Ort: Alte Schlosserei, Kurt-Eisner-Str. 66

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Regenwasser-Rückgewinnung

Man könnte ja jetzt auf die Idee kommen, ich hätte mir eine dieser topmodischen hyperhippen Bi-Color-Casual-Streetwear-Jeans zugelegt.

Hab ich nicht. Kann ich mir nicht leisten. Gibt´s eh nicht in meiner Größe. Sommer ist eh vorbei. Und, aber das nur am Rande, sieht Scheiße aus – so richtig.

Wer ein bisschen weniger modisches Verständnis, dafür eine anständige Menge mehr Hirn unter der Fontanelle besitzt, erkennt sofort, dass ich mir einfach nur so richtig nasse Unterschenkel eingefangen habe. Unter anderem.
Radfahren muss ja sein, auch wenn es wie aus Eimern schüttet. Warum also sollte der grandiose Regen-Poncho, der sich auf Rügen schon hervorragend gegen Nieselregen und laue Lüftchen geschlagen hat, nicht auch im Leipziger Berufsverkehr bei herbstkaltem Dauerregen eine gute Figur abgeben?

  • Vielleicht – so weit zum offensichtlichen – weil das Ding nur knappe 40 Zentimeter zu kurz ist und sich der Regen vom Saum – einem abgerissenen Fallrohr nicht unähnlich – eher gebündelt und direkt auf die Beine ergießt?
  • Vielleicht – etwas verdeckt, aber schon noch folgerichtig – die Schuhe dadurch immer noch der Trennung von den Elementen dienen, nur eben umgekehrt?  Ich weiß jedenfalls nicht, ob das Wasser nochmal aus den Schuhen abfließen wird. Vielleicht sollte ich mir die Konstruktion als „mobile Regenrückhaltebecken – paarweise“ patentieren lassen?
  • Vielleicht – ohne Abbildung, Style sei Dank – weil die Mütze des erwähnten Ponchos genau die richtige Größe besitzt, um darunter noch einen Cowboy-Hut, einen klassischen Bowler oder vielleicht Calimeros edle Kopfbedeckung unterzubekommen? Ohne Hut, dumm gelaufen, kann man sich prima das Nylongewebe von innen anschauen; ich fühlte mich jedenfalls wie „Roter Oktober“, dem man das Periskop geklaut hatte. Um nicht zwingend durch mechanische Erblindung völligen Schiffbruch zu erleiden, musste es eben ohne Mütze gehen. Ich denke meine Ohren werden zeitgleich mit den Schuhen trocken sein.
  • Vielleicht – ich arbeite an einer Explosionszeichnung – weil die kurzen Lenkerbänder des Ponchos für einen prima Geradeauslauf sorgen, aber schon minimale Richtungsänderungen nur noch durch vollständiges Anhalten und grundsätzliche Neuausrichtung des Gefährtes möglich sind? Vielleicht sollte man an größeren Kreuzungen Drehscheiben für Radler einbauen!
  • Vielleicht – vergiss die Lenkerbänder – weil die gewaltige Fläche des Ponchos Richtungsänderungen ohnehin nur erlaubt, nachdem die gesamte Crew (Verkehrsteilnehmer Leipzig) mit einem martialisch laut gebrüllten REE darauf vorbereitet wird, die Fockschot nun gleich aus der Klemme zu lösen? Ich freue mich jedenfalls tierisch darauf, heute nach Feierabend gegen den Wind nach Hause zu segeln.
  • Vielleicht – Sauna ist ja gesund – weil das Klima unter dieser Vollversiegelung schon bei Untätigkeit mediterran, beim Kampf gegen die Witterung vollends subtropisch wird? Somit also die weiten Flächen, die durch den Poncho nun wirklich gegen Wasser von außen abgedichtet sind. unweigerlich von Innen geflutet werden?

Morgen – sollte es wieder regnen – werde ich jedenfalls einen deutlich praktischeren Regenschutz ausprobieren und mit zwei Regenschirmen freihändig ins Büro radeln.

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