Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit 6

Das Bundesumweltministerium (BMU) verdient volles Lob für die Wahrnehmung seiner Pflichten beim Abschluss der Atom-Vereinbarung mit den Energiekonzernen

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist innerhalb der Bundesregierung unter anderem für den Schutz vor Umweltgiften und Strahlung verantwortlich. Da ist es nur folgerichtig, dass das BMU natürlich federführend bei Vereinbarungen mit der Atomindustrie ist. Sein sollte. Sein muss.
Das Röttgen-Zitat der ARD:

“Ich habe an dem Vertrag nicht mitgewirkt, und es hat auch kein Vertreter des Umweltministeriums teilgenommen“

können wir getrost als tendenziöse Berichterstattung außerhalb des Zusammenhangs werten. Jegliche Behauptungen allerdings, das BMU oder Röttgen seien über den Tisch gezogen worden, sind damit zweifelsfrei widerlegt. Wer nicht am Tisch sitzt…

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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit 5

Unsere Atomkraftwerke gehören zu den sichersten der Welt

Absolut korrekt. Genauer gesagt, die deutschen Meiler gehören zu den sichersten 438 (Tendenz fallend) der Welt. Alle anderen sind unsicherer.
Entscheidend hierfür sind erstens die technischen Anlagen und Steuerungsmechanismen die das Non-plus-Ultra der 70er und 80er Jahre repräsentieren, vor allem aber der kongeniale, verzahnte Einsatz von Mensch und Technik, der keine wirklichen Fehlerquellen birgt und der sich bereits bei transatlantischen Schiffspassagen mit Eisbergaufkommen, der Luftfahrt, dem Bergbau sowie bei der Konstruktion und dem Betrieb von Hochgeschwindigkeitszügen in Deutschland so blendend bewährt hat.

Aus dieser totalen Sicherheit resultiert die verminderte Regressionspflicht deutscher Kraftwerksbetreiber. Diese müssen den Betrieb der Kernkraftwerke nicht in der Höhe reell zu erwartender Schadenssummen versichern, sondern lediglich pauschal bis 2,5 Mrd EUR, also dem etwa 1000-fachen meiner Privathaftpflicht. Kaum anzunehmen, dass die Schadenssummen im dicht besiedelten Kraftwerksumfeld in Deutschland viel mehr als das 100-fache betragen würden.

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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit 4

Die Atomkraft ist weltweit ein boomender Wirtschaftszweig, Das zeigen die vielen im Bau befindlichen Kraftwerke.

Stimmt. Dass die Zahlen der sich im Betrieb befindlichen Kraftwerke in den vergangenen 20 Jahren ständig sinken, kann nur ein statistischer Fehler sein. Jetzt sind es nur noch 438.

Wohl lediglich kleine Schönheitsfehler in der Bilanz der Atomkraftretter dürfte sein, dass die Planungen für die vielen schönen neuen Kraftwerke in den Vereinigten Staaten nach Streichung staatlicher Zuschüsse samt und sonders wegen Unwirtschaftlichkeit eingefroren wurden. Dass die Kosten für die Neubauten in Frankreich und Finnland noch schneller steigen, als die für den Leipziger S-Bahn-Tunnel – eine echte Leistung – kann nur an den vergoldeten Reaktorinnenwänden liegen.

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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit 3

Die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke sorgt für anhaltend günstige Strompreise für den Verbraucher!

Völlig richtig. Erstens hängt der Endverbraucherpreis direkt mit dem Atomstromerzeugerpreis zusammen – und nicht etwa mit Marktpreisen an der Leipziger Strombörse wie von den Anti-Atom-Faschos bisweilen behauptet, und zweitens werden Gewinne großer Aktienunternehmen in Deutschland grundsätzlich und unmittelbar an den Verbraucher weitergegeben. Schließlich sind unsere (Atom-)Energieerzeuger in erster Linie am Gemeinwohl interessierte Körperschaften.

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Die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit 2

Die Gefahr von Blackouts, großflächigen Stromausfällen, wird durch die Abschaltung von Atomkraftwerken extrem ansteigen

Stimmt. Das ist der Grund weshalb in Deutschland im Jahr 2007 – als 6 Meiler zeitgleich keinen Strom produzierten – das öffentliche Leben komplett zum Stillstand kam, sie erinnern sich sicherlich. Die fehlenden 26 Mrd kWh sorgten für chaotische Zustände, tausende Tote, Plünderungen und nicht zuletzt Volksaufstände in Bielefeld und Castrop-Rauxel.

2007 war auch das Jahr, als der Netto-Stromexport auf haarsträubende 19 Mrd kWh fiel. Kein Wunder also, dass eine Studie der Deutschen Energieagentur, finanziert von E.ON und RWE zu dem Ergebnis kommt, dass der Atomausstieg zu Engpässen bei der Stromversorgung führt. Dieses Untersuchungsergebnis – ein Beleg für ihre Güte und Validität – unterscheidet die Studie von allen anderen zu dieser Frage.

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