„Deutsche-Bank-Chef sollte einfach mal den Mund halten“
“Ackermanns Äußerungen sind nicht nur gemeingefährlich, sie sind auch noch dreist”
Nein, diese Sätze sind nicht aus meiner Feder. Nein, das ist nicht der aktuelle Sprachgebrauch der Linken Studentengruppe Marburg, zumindest nicht wissentlich. Und noch mal nein, ich zitiere nicht aus der TAZ, sondern aus der Financial Times Deutschland, und habe damit mal wieder Angst, mich von einem liebgewonnenen Vorurteil lösen zu müssen.
Gar keine Frage, was die ftd.de in ihrem Leitartikel schreibt, spricht mir aus der Seele. Dass Ackermanns medienwirksame Selbstinszenierungen potenziell gefährlich sind – politisch von Anfang an, gesellschaftlich schon länger, nun eben auch noch finanzökonomisch – ist auch bei konservativen Medien keine wirkliche Neuerung mehr.
Die ftd.de geht mit ihrem Leitartikel aber wesentlich weiter. Was hier in Frage gestellt wird, ist nicht die Profession, sondern der Charakter Ackermanns, und das alles andere als unterschwellig. Nur noch eine kleine Verschärfung in der Wortwahl, und die Financial Times Deutschland ist bei Dieter Nuhrs „ „Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal Fresse halten.“ angekommen. Wenn man so will, ist es nur ein kleiner Schritt vom gefeierten Manager zum finanzökonomischen Vollproll unter Beschuss. Großartig.