Mein Brüderle!

Nein, ich rede nicht von Anverwandten. Ich habe zwar einen Bruder, aber der ist hochgeschätzt und mir ist nicht eine Gelegenheit in Erinnerung, bei der Ebendieser solch dermaßen humpelnde Vergleiche gebracht hätte.

Ich rede natürlich von Wirtschaftsminister Rainer Brüderle, Mitglied der Mittelstandsp…., der Mittelstandspar… . Der M. – Nein, genug gelogen für heute: Mitglied der FDP. Diesem meinem Brüderle habe ich mal wieder eine große Erkenntnis zu verdanken.

Zitat: “Manches, was ich bei Wikileaks da entnehme, erinnert mich an die Sammelwut, die früher Institutionen im Osten hatten, die Stasi dabei.”

Wieso sagt uns geschichtsverdummten Menschen denn niemand, dass die Stasi die Dokumente weder gespitzelt noch erpresst hat, sondern freimütig Dokumente zugespielt bekommen hat? Warum sagt uns denn niemand, dass die Stasi diese auch nur veröffentlichen und damit jedermann und -frau innerhalb und außerhalb des Systems zur Verfügung stellen wollte? Das hamm die sicher nur nicht getan, weil se noch kein Internet hatten.


Ich weiß, man hätte Brüderles Zitat auch anders Interpretieren können, zu Gunsten seines Geschichtsverständnisses, zu Gunsten seines gesunden Menschenverstandes, zu Gunsten seiner Restempathie nebst -Hirn. Tja, schade.

Der Bildblog erfuhr auf Nachfrage beim Wirtschaftsministerium, dass Brüderle tatsächlich nicht die US-Botschafter mit der Stasi vergleichen wollte, sondern Wikileaks. Ganz stark.

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Giehdoh…

… und seine Partei. An sich schon vermeidbare Härte genug, aber Wilfried Schmicklers Kommentar zum Parteioberen erfreut mich bis auf die Knochen:

“Der Westerwelle, das ist für mich kein Politiker, das ist für mich ein Klingelton für Besserverdienende” (Ottis Schlachthof)

Hoffentlich noch nicht im Tschamba-Abo

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