Es gab sie wirklich, die Zeiten wo der deutsche Autofahrer – oder die deutsche Autofahrerin – ein paar hundert Kilometer gen Westen fahren musste, um die Grenze der eigenen Belastbarkeit in einem mehrspurigen Kreisverkehr zu erfahren. Heute alles Standard, sogar bei uns. (Auch wenn ich in Tausend Jahren nicht begreifen werde, weshalb unglaublich viele Autofahrer glauben, man müsse immer irgendwo irgendwie bremsen und vor allem, man müsse unbedingt bei der Einfahrt in den Kreisel rechts blinken.)
Zurück zur Aufgabe Kreisverkehr: Das Ganze gibt’s natürlich auch mit gesteigertem Schwierigkeitsgrad: die heftigen Kreisverkehre in Paris, noch besser die Kreisel ohne Kreis in Rom. Ganz ehrlich, ich liebe sowas.
Und dann gibt’s da aber die Sonderfälle, wo sogar ich liebend gerne vorher mein Auto abstellen würde. Wikipedia schreibt:
Der Magic Roundabout (engl. magischer Kreisverkehr) in Swindon, Südengland ist eine Art der Verkehrsführung, die aus einem großen Kreisverkehr in der Mitte und fünf kleineren, ringförmig um den inneren Kreisverkehr angeordneten, Kreisverkehren besteht. Der Bau dieses ungewöhnlichen ampelfreien Verkehrsknotenpunktes führte zu einer erheblichen Verkehrsflussverbesserung dieser staugefährdeten Kreuzung, an der die fünf meistfrequentierten Straßen Swindons zusammentreffen.
Nur um der Vorstellungskraft etwas Futter zu geben:

oder schematisch:

Warum zum Teufel kann ich mir nicht vorstellen, dass das bei uns zu einer (Zit.) “erheblichen Verkehrsflussverbesserung” führen würde?